
Zoologischer Garten Berlin
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Geschichte
Im Herzen von Berlin West steht der Zoologische Garten. Ein Ort, der eine Geschichte von Widerstandskraft und Ehre verbirgt. Lassen Sie mich Ihnen erzählen, was hier passiert ist.
Heute ist er voller Familien, Kinder zeigen auf Elefanten und Eisbären. Aber zwischen achtzehnhundertachtundsiebzig und neunzehnhundertzweiundfünfzig geschah hier etwas Dunkleres.
Der Zoo beherbergte fünfundzwanzig menschliche Ausstellungen. Sie nannten sie Völkerschauen. Indigene Völker aus Afrika, Amerika, dem Pazifik – neben den Tieren zur Schau gestellt.
Zweiundsechzigtausend Menschen kamen an einem Sonntag im Jahr achtzehnhundertachtundsiebzig, um Nubier aus dem Niltal zu sehen, die neben Elefanten und Nashörnern standen.
Ein Mann aus Kamerun, Martin Dibobe, kam im Jahr achtzehnhundertsechsundneunzig für eine Ausstellung. Aber als sie endete, ging er nicht. Er blieb in Berlin. Er erlernte ein Handwerk.
Er wurde Schlosser. Dann Mechaniker. Dann – der erste schwarze Zugführer der BVG, der Berliner Verkehrsbetriebe.
Im Jahr neunzehnhundertneunzehn reichten Dibobe und siebzehn andere eine Petition bei der Weimarer Nationalversammlung ein. Sie forderten gleiche Rechte für Afrikaner in Deutschland. Keine Staatsbürgerschaft zweiter Klasse. Keine Hierarchie nach Rasse. Es war Widerstand, der mit Tinte geschrieben wurde.
Der Zoo steht immer noch. Die Tiere sind immer noch hier.
Aber auch die Erinnerung an diejenigen, die eingesperrt waren, und der Mut derjenigen, die sich weigerten, vergessen zu werden. Ich bringe Sie dorthin und erzähle Ihnen mehr Geschichten über diesen Ort.
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