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St. Marienkirche - Mittelalterliche Kirche · Audioführer

St. Marienkirche - Mittelalterliche Kirche
Audioguide

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Geschichte

am Alexanderplatz. Eine mittelalterliche Kirche, allein stehend. Dahinter der Beton-Fernsehturm, der den Himmel durchbohrt. Wie ist das passiert? Wie sind diese beiden Denkmäler nebeneinander gelandet?

Vor siebenhundert Jahren stand dies nicht allein. Die Marienkirche stand im Herzen des Marienviertels – ein mittelalterliches Viertel voller Händler, Märkte, Leben.

Berlin wurde im Jahr zwölf siebenunddreißig gegründet. Die Marienkirche entstand einige Jahre später – eine brandneue Kirche für eine brandneue Stadt.

Jahrhundertelang hat es zugesehen. Sah das Markttreiben, sah die Stadt wachsen. Sah, wie alles um es herum zu Berlin wurde.

Dann kamen die Bomben. Alliierte Angriffe im Zweiten Weltkrieg. Das gesamte Viertel verschwand in Feuer und Trümmern.

Die Backsteinmauern der Marienkirche hielten stand. Die Bomben fielen ringsum, aber die Kirche überlebte. Alles andere wurde abgerissen, um Platz für Beton zu schaffen.

Im Jahr vierzehnhundertvierundachtzig fegte eine Pestepidemie durch Berlin. In diesem Jahr wurde dieses Fresko in der Kirche gemalt – eine Warnung in Stein.

Der Tod tanzt mit jedem. Könige und Bischöfe, Kaufleute und Kinder. Der Tod macht keine Ausnahmen.

Die Pest tötete Millionen in ganz Europa. Ganze Familien verschwanden innerhalb von Wochen. Zum ersten Mal fühlte sich die Sterblichkeit demokratisch an.

Die Kirche malte dies, um die Lebenden zu erinnern: Eure Zeit ist kurz. Führt ein gutes Leben. Vor dem Tod sind wir alle gleich. Folge mir, ich bringe dich dorthin und zeige dir alles.

St. Marienkirche - Mittelalterliche Kirche besuchen

Anreise
Die nächsten Haltestellen sind 'Spandauer Straße/Marienkirche' (Bus, 53 Meter entfernt) und 'Spandauer Straße/Marienkirche' (Tram, 127 Meter entfernt).
Besuchszeit
Ein Besuch kann zwischen 1 und 2 Stunden dauern, je nachdem, wie lange Sie die Details erkunden möchten.
Eintritt
Der Eintritt ist kostenlos.
Öffnungszeiten
Im Sommer geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr, im Winter von 10:00 bis 16:00 Uhr.
Sehenswertes
Im Inneren befindet sich das Totentanz-Fresko aus dem Jahr 1484, eines der bemerkenswertesten mittelalterlichen Fresken Europas.

Häufige Fragen

Was ist das Besondere an der St. Marienkirche?

Die St. Marienkirche ist die einzige mittelalterliche Kirche im Zentrum Berlins, die durchgehend in Gebrauch war. Sie beherbergt das Totentanz-Fresko, ein bedeutendes mittelalterliches Kunstwerk.

Was kann ich im Inneren der Kirche sehen?

Im Inneren der Kirche befindet sich das Totentanz-Fresko, das 1484 in Auftrag gegeben wurde. Es zeigt eine Prozession des Todes, der Menschen aus allen Gesellschaftsschichten mit sich nimmt.

Welche historischen Ereignisse hat die Kirche überstanden?

Die Kirche hat zwei große Brände im 14. Jahrhundert, den Zweiten Weltkrieg und die Umwälzungen der politischen Systeme in Deutschland überstanden.

Was ist in der Umgebung der Kirche zu sehen?

In der Umgebung der Kirche sind Linien aus roten Ziegeln im Pflaster zu sehen, die die Umrisse der mittelalterlichen Gebäude markieren, die einst die Kirche umgaben.

Gibt es besondere Kunstwerke in der Kirche?

Ja, neben dem Totentanz-Fresko gibt es einen Alabasterkanzel von 1703 und eine Orgel von Joachim Wagner aus den Jahren 1720-1721.

Freier Eintritt
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