
"Alte Nationalgalerie" Alte Nationalgalerie · Audioführer
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Geschichte
Dies ist die alte Nationalgalerie in Berlin, eine Galerie, die Kunst beherbergt, die die Nazis zu verbrennen versuchten. Gemälde, die sie als entartet bezeichneten.
Neunzehnhundertsiebenunddreißig inszenierten die Nazis die Ausstellung Entartete Kunst. Sie stellten moderne Gemälde aus, um sie zu verspotten.
Jüdische Maler.
Modernisten.
Kubisten.
Sie nannten es undeutsch. Ungesund. Und gewöhnliche Berliner kamen, um über das zu lachen, was die Galerie einst zu bewahren versuchte.
Aber Jahrzehnte zuvor, im Jahr achtzehnhundertdreiundsechzig in Paris, malte Manet Olympia. Eine nackte Frau, die den Betrachter anstarrt.
Keine mythologische Ausrede. Nur das moderne Paris. Nur die rohe Wahrheit. Die Öffentlichkeit war skandalisiert. Cafés. Tänzerinnen. Prostituierte. Nackte, die neben bekleideten Männern liegen. Das alltägliche moderne Leben. Das ist es, was die Nazis später als entartet bezeichnen würden.
Auf der anderen Seite eine schwarze Dienerin, die Blumen anbietet. Ihr Name war Laure. Zu dieser Zeit war diese Art von Realität – eine schwarze Frau, die so gemalt wurde, wie sie war, nicht als exotische Fantasie – in der Malerei nicht üblich. Manet zeigte sie einfach. Ein Moment der Ehrlichkeit.
Neunzehnhundertsiebenunddreißig konfiszierten sie Tausende von Werken aus deutschen Museen. Mehr als zwanzigtausend Gemälde wurden beschlagnahmt. Einige wurden ins Ausland verkauft. Andere zerstört.
Dann kamen die alliierten Bomben. Berlin wurde zerstört. Die Alte Nationalgalerie wurde getroffen. Gemälde wurden unterirdisch versteckt. Einige für immer verloren. Andere in der Nähe des Alexanderplatzes vergraben.
Nach dem Krieg wurde die Galerie wieder aufgebaut. Berlin war geteilt. Das Museum stand in Ost-Berlin. Und langsam kehrte die Sammlung zurück. Impressionisten neben deutschen Romantikern. Moderne Kunst neben klassischen Meistern. Heute beherbergt die Alte Nationalgalerie, was überlebte. Was die Nazis zu löschen versuchten. Was die Bomben nicht zerstören konnten.
"Alte Nationalgalerie" Alte Nationalgalerie besuchen
- Wie man dorthin kommt
- Die nächstgelegenen Haltestellen sind Am Kupfergraben (258 Meter), U Museumsinsel (291 Meter) und S Hackescher Markt (295 Meter).
- Dauer des Besuchs
- Ein Besuch kann mehrere Stunden dauern, um die umfangreiche Sammlung zu erkunden.
- Eintritt und Preis
- Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 14 Euro.
- Öffnungszeiten
- Die Galerie ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Montags geschlossen.
- Sehenswürdigkeiten vor Ort
- Die Galerie beherbergt 3.500 Werke des 19. Jahrhunderts, darunter Werke von Monet, Renoir, Manet, Friedrich und Menzel.
Häufige Fragen
Was ist in der Nähe der Alten Nationalgalerie zu sehen?
In der Nähe befinden sich mehrere Skulpturen, darunter Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (15 Meter entfernt) und die Amazone zu Pferde (46 Meter entfernt).
Welche Kunstwerke sollte man in der Alten Nationalgalerie nicht verpassen?
Besonders sehenswert sind Caspar David Friedrichs 'Der Mönch am Meer' und Werke von Monet, Renoir und Manet.
Was ist die Geschichte der Alten Nationalgalerie?
Die Galerie wurde 1876 eröffnet und zeigt Kunstwerke des 19. Jahrhunderts. Sie hat Kriege und politische Umbrüche überstanden und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe.
Welche Epochen werden in der Alten Nationalgalerie gezeigt?
Die Galerie zeigt Kunstwerke aus dem Klassizismus, der Romantik und dem Impressionismus.
Warum ist die Alte Nationalgalerie historisch bedeutend?
Die Galerie war Schauplatz eines kulturellen Konflikts über französische Impressionisten und ist ein Symbol für die Entwicklung der modernen Kunst in Deutschland.
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